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20.10.2017 Informativer Rundgang mit Bürgermeister Karl-Heinz Bucher
- Villingendorf entwickelt sich weiter -
 
Auch in diesem Jahr hatte Bürgermeister Karl-Heinz Bucher zu einem informativen Rundgang durch die Gemeinde eingeladen. Wie in den letzten Jahren war auch am vergangenen Freitag der Zuspruch sehr groß. Um so mehr freute er sich, 70 interessierte Bürgerinnen und Bürger begrüßen zu können. Gemeinsam machte man sich auf den Weg, um bereits abgeschlossene, laufende und auch anstehende Maßnahmen und Projekte und aktuelle Entwicklungen vor Ort an Schwerpunkten auf dem insgesamt 2 ½-stündigen Rundgang aus erster Hand erläutert zu bekommen.
 
Nach der Begrüßung der großen Teilnehmerschar auf dem Rathausparkplatz war Bürgermeister Bucher zunächst auf die aktuell laufenden Arbeiten am Rathaus eingegangen. Im Rahmen umfangreicher Sanierungsmaßnahmen am Gebäude sollen zunächst Schwachstellen im Fundamentbereich behoben werden, um bestehende Feuchtigkeitsprobleme abzustellen. Im Fundament- und Sockelbereich soll das Gebäude mit einem entsprechenden Verputzsystem gegen eindringende Feuchtigkeit abgedichtet werden. Zudem soll durch eine horizontale Sperre verhindert werden, dass Feuchtigkeit im Mauerwerk weiter nach oben steigen kann.
 
Nach Abschluss dieser Arbeiten erfolgt noch eine umfangreiche Außensanierung am Rathausgebäude. Herr Wöhrstein vom betreuenden Architekturbüro ktl, Rottweil, gibt zu den geplanten Arbeiten weitere erläuternde Hinweise.
 

 
Der nächste Halt erfolgte am Kindergartenweg. Hier sind der 3-gruppige Kindergarten St. Maria, der sich in kirchlicher Trägerschaft befindet, und die 2010 in Betrieb genommene gemeindliche Kinderkrippe mit aktuell 24 Kinderkrippenplätzen, beheimatet.
 
Aufgrund der anhaltend stabilen Geburtenzahlen und der verstärkten Nachfrage nach Krippenplätzen hatte sich der Gemeinderat frühzeitig dafür ausgesprochen, das Betreuungsangebot für Kinder unter 3 Jahren zukunftsorientiert zu optimieren und die bestehende Kinderkrippe um zwei weitere Kleinkindgruppen zu erweitern. Der Erweiterungsbau der Kinderkrippe wird, etwas südlich versetzt zum bisherigen Gebäude, auf dem unbebauten Gemeindegrundstück am Kindergartenweg realisiert.
 
Zum Start der Bauarbeiten für dieses zukunftsorientierte Projekt der Gemeinde erfolgte im September der Spatenstich auf dem Baugrundstück. Mit dem Erweiterungsgebäude werden in zwei Gruppen bis zu 20 weitere Betreuungsplätze für Kinder unter 3 Jahren geschaffen. Die Erweiterung wird dabei über einen Verbindungsgang an das vorhandene Gebäude angebaut. Der neue Komplex ist zudem über einen separaten Zugang vom Kindergartenweg aus erreichbar. Zunächst wurde über eine Verbindungsleitung eine Anbindung an das Nahwärmenetz zur Schule hergestellt. Das Erweiterungsgebäude der Kinderkrippe wird an dieses Nahwärmenetz, das später auch einen Neubau einer Mehrzweckhalle versorgen soll, angeschlossen. Für das Erweiterungsvorhaben der Kinderkrippe mit an Aufträgen vergebenen Gesamtkosten von 1,14 Mio. € wurden Projektzuschüsse des Bundes in Höhe von 248.000,00 € und des Landes, aus dem Ausgleichstock, in Höhe von 250.000,00 € bewilligt. Bei einem reibungslosen Verlauf wird mit einer Baufertigstellung ca. April/Mai 2018 gerechnet. Der Rundgang führte die Besucher dann auf die Grünfläche zwischen dem Schulgebäude und der Turn- und Festhalle. Hier wurde den Teilnehmern vorab in groben Zügen die bisherige Planung für eine neue Mehrzweckhalle erläutert, die auf der Freifläche entsprechend umgesetzt werden soll. Detaillierte Erläuterungen zu den Planungen der Erweiterung der Kinderkrippe und zum Neubau einer Mehrzweckhalle erfolgten dann in der Aula der Schule, wo Bürgermeister Bucher zunächst auch den Rektor, Herrn Reiner Kropp-Kurta, begrüßen konnte. Herr Kropp-Kurta informierte bei seiner Begrüßung der Gäste über die aktuelle Schulentwicklung der GWRS Villingendorf. Derzeit besuchen 352 Schüler die örtliche Bildungseinrichtung. Anhand der Planunterlagen erläuterte Herr Wöhrstein vom Büro ktl zunächst detailliert die Planungen für den Erweiterungsbau der Kinderkrippe und beantwortete auch Anfragen zu den technischen Ausführungen.
 
Ein Schwerpunkt der diesjährigen Bürgerinformation lag in der Vorstellung des Planungsstandes zum Thema Neubau einer Mehrzweckhalle: Die derzeitige Turn- und Festhalle wurde im Jahre 1965/1966 auf dem Schulhofareal in zentraler Ortslage errichtet. Der Bühnentrakt wurde im Jahre 1980 angebaut. Die einteilige Halle (15 x 27 m) wird den räumlichen und technischen Anforderungen bei weitem nicht mehr gerecht. Aufgrund der überdurchschnittlich großen Vereinsaktivitäten und des Ganztagesbetriebes an unserer erfolgreichen und stetig wachsenden Grund- und Werkrealschule ist die einteilige Halle mit ergänzendem Gymnastikraum den gewandelten Anforderungen und Nutzungsfrequenzen bei weitem nicht mehr gewachsen.
 
Gemeindeverwaltung und Gemeinderat beschäftigen sich bereits seit Jahren mit dem Neubau einer Mehrzweckhalle, die in enger räumlicher Schnittmenge mit dem gesamten Schulkomplex Grund- und Werkrealschule zu sehen ist. Zunächst wurde eine Umsetzung ohne den Rückbau des grundlegend sanierungsbedürftigen vorderen Schulgebäudes aus dem Jahr 1952 als nicht realisierbar und auch nicht als sinnvoll erachtet. Im November 2015 fand eine Besichtigung und Besprechung mit der Schulbaukommission des Landes Baden-Württemberg statt. Seitens des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport wurde uns anschließend mitgeteilt, dass der sogenannte Altbau (vorderes Schulgebäude) für schulische Zwecke nicht aufgegeben werden kann. Darüber hinaus wurde eine Bezuschussung einer Ersatzbaumaßnahme aus Mitteln der Schulbauförderung seitens des Ministeriums abgelehnt.
 
Auf dieser Basis mussten neue Überlegungen angestellt werden. Nach umfangreichen Beratungen wurden seitens des Gemeinderates im Juni 2016 die Weichen neu gestellt.
 
Das Gremium hat sich für eine Weiterverfolgung einer Neuplanung für eine zweiteilbare Mehrzweckhalle mit fester Bühne auf der Freifläche zwischen dem Schulgebäude und der bestehenden Turn- und Festhalle ausgesprochen. Die Konzeption für die neue Mehrzweckhalle wurde im Rahmen der Gemeinderatssitzung am 12.07.2017 festgelegt. Das Nutzungskonzept wurde im Vorfeld mit den Vertretern der Nutzer intensiv abgestimmt.
 
Mehrere zielführende Abstimmungsgespräche mit den zuschussgebenden Stellen beim Regierungspräsidium Freiburg wurden geführt.
 
Mit dem Projekt „Neue Mehrzweckhalle“ soll dem schon seit mehreren Jahren nachvollziehbaren Wunsch nach einem bedarfsgerechten und den aktuellen und zukünftigen Anforderungen gerecht werdenden Raumangebot für Vereinssport, Schulsport und auch für kulturelle Veranstaltungen nachgekommen werden. Darüber hinaus soll die aktuell weit über die Auslastungsgrenze beanspruchte Schulmensa in das neue Hallenfoyer mit integriert werden. Das in zentraler Ortsmitte vorgesehene Projekt wird auch den Ortskern von Villingendorf weiter stärken.
 
Bürgermeister Bucher, Kämmerer Hardtmann und Rektor Kropp-Kurta nutzten im Juni 2017 die Gelegenheit, bei Terminen in Stuttgart mit dem Minister für Ländlichen Raum, Verbraucherschutz und Landwirtschaft, Herrn Peter Hauk, und auch mit der Ministerin für Kultus, Jugend und Sport, Frau Dr. Susanne Eisenmann, zum einen die Gelegenheit, das Gesamtvorhaben persönlich vorzustellen und zum anderen, die Zuschussthematik auch an oberster Stelle zu besprechen.
 
Die Entscheidung, die Mehrzweckhalle in der Ortsmitte zu errichten, wurde für äußerst sinnvoll für die Entwicklung und Stärkung unseres Ortskernes erachtet. Hiervon profitieren die umliegenden Einrichtungen wie Schule, Kindergärten, Kinderkrippe und seniorenbetreute Wohnanlage. Die Konzentration auf einen Hallenstandort wird im Hinblick auf die Folgekosten positiv gewürdigt. Der Nahwärmeverbund für Schule, Mehrzweckhalle, Kindergärten und Kinderkrippe ist aus ökologischen Gründen äußerst sinnvoll.
 
Der aktuelle Planungsstand für eine Mehrzweckhalle mit einer Spielfläche von 44 m x 22 m, den zugehörigen und notwendigen Umkleide- und Lagerräumen und den weiteren geplanten Einrichtungen wie beispielsweise Bühnenanbau 13 m x 15 m plus Nebenraum wurde von Architekt Wöhrstein vom Büro ktl anhand der Planunterlagen ausführlich dargestellt. Weitere Detailabstimmungen erfolgen noch im Gemeinderat und im Hallenausschuss, in dem insbesondere die zukünftigen Hallennutzer eingebunden sind.
 
Vor Beginn des Baus der neuen Mehrzweckhalle ist als erster Schritt der Abbruch des Zwischentraktes zwischen dem vorderen und dem hinteren Schulgebäude erforderlich. Für die dann wegfallenden Nutzungen (Schul-WC-Anlagen, Hausmeisterwerkstatt, Schülercafé) werden entsprechende Neubau- und Umgestaltungsmaßnahmen in den beiden Schulgebäuden vorab auf den Weg gebracht.
 
Aktuell werden die Details zur Erschließungsplanung der neuen Mehrzweckhalle noch erarbeitet. Der Hauptzugang zur Halle ist vom Schulhof aus vorgesehen. Die verkehrliche Erschließung erfolgt in den Grundzügen vom Parkplatz oberhalb der Schule. Von dort ist auch der zukünftige Sportlerzugang auf der Westseite des Gebäudes gut erreichbar. Um hier eine verträgliche Situation für die Umgebungsbebauung zu erreichen, hat man bereits Gespräche mit den direkten Anliegern geführt.
 
 
Herr Michael Hardtmann, Fachbeamter für das Finanzwesen, gab im Anschluss Ausführungen zur Finanzierung und zur komplexen Zuschusssituation für das große Projekt der Gemeinde mit einem aktuell geschätzten Investitionsvolumen von ca. 7,8 Mio € brutto. Der projektierte Mehrzweckhallenneubau fordert die gesamte Finanzkraft unserer relativ steuerschwachen Gemeinde. Zur Finanzierung dieser Maßnahme, die einen immensen Kraftakt darstellt, werden durch die Gemeindeverwaltung Zuschüsse aus folgenden Programmen beantragt:
 
  • Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR)
  • Sportstättenbauförderung
  • Schulbauförderung
  • Ausgleichstock
 
In den vergangenen Jahren konnte der Rücklagenbestand durch die gute Konjunktur erheblich verbessert und die Schulden gleichzeitig auf ein historisch niedriges Niveau verringert werden. Weitere Bestandteile einer verantwortungsvollen Finanzierung sind daher Rücklagenentnahmen bis auf den Mindestbestand und darüber hinaus eine mit dem Landratsamt als Aufsichtsbehörde abzustimmende Darlehensaufnahme in entsprechender Deckungslückenhöhe.
 
Seitens des SV Villingendorf liegt bekanntermaßen zudem der Verwirklichungswunsch einer Turn- und Bewegungslandschaft (Geräteturnhalle mit Schnitzelgrube) als separater Anbau an die neue Mehrzweckhalle (12 m x 18 m) vor. Dieses Projekt beinhalte viele Vorteile, so informierte Klaus Seifried, Vorsitzender des SVV, anhand von Bildern und konkreten Planungen für eine solche Einrichtung ganz anschaulich.
 
Der Anbau soll mit einer Schnitzelgrube (Grube mit Schaumstoffteilen) für gesundheitsbewusstes und effektives Training (Verletzungsprävention, Spaß an Bewegung) sorgen. Die Geräte- und Bewegungslandschaft wird darüber hinaus mit Kletterwand, Kletterteilen, Netzen und Leitern ausgestattet sein. Gefördert werden soll daher insbesondere auch die Motorik und Koordination, aber auch der Teamgeist und die Freude am Turnen, um dem zunehmenden Bewegungsmangel zahlreicher Kinder entgegenzuwirken.
 
Mit dem Wegfall des zeitintensiven Auf- und Abbaus der Turngeräte wollen die Verantwortlichen auch gleichzeitig die Attraktivität der traditionsreichen Sportart „Geräteturnen“ erhalten und sehen darin auch weiter einen Beitrag zum Erhalt und zur Stärkung der sportlichen Vielfalt vor Ort und in der Region.
 
Des Weiteren könnte die Kooperation mit Kindergärten und Schulen noch stärker und attraktiver ausgebaut werden. Mit den wichtigen erlebnispädagogischen Ansätzen im Raumangebot könnten dann auch schon früh die Grundsteine in punkto Körperbewusstsein, Motorik, Bewegung und Aktivität gelegt werden. Das neue Freizeit- und Raumangebot im Ortszentrum biete zudem zahlreiche Möglichkeiten als generationenübergreifender Bewegungsraum.
 
Der SV Villingendorf tritt bei der Turn- und Bewegungslandschaft als Bauherr auf. Die Maßnahme mit einem geschätzten Umfang von brutto ca. 700.000,00 € wird über den WLSB bezuschusst. Der SVV bemüht sich um eine weitere Bezuschussung über das LEADER-Programm. Neben den bisher erwirtschafteten Eigenmitteln aus verschiedenen Vereinsveranstaltungen wie Comedy-Abende und Gauwanderung will der Verein über Patenschaften und eine Bausteinaktion zusätzliche Finanzierungsmittel bis zu einer Umsetzung des wichtigen zukunftsorientierten Projekts ansparen.
 
Im Anschluss an die Vorstellung des Projekts Neubau Mehrzweckhalle bestand für die Teilnehmer am Rundgang die Möglichkeit sich die Planunterlagen genauer zu betrachten und Fragen zu stellen.
 
Abschließend zum Bürgerrundgang beantwortete Bürgermeister Bucher noch einzelne Fragen aus der Runde, bevor er sich für das große Interesse an dieser Form der Bürgerinformation bei allen Gästen bedankte. Die Teilnehmer hatten sich nach mehr als 2 ½ Stunden die Schlusseinkehr im Gasthaus Krone dann auch redlich verdient. In zwangloser Atmosphäre bot sich dort die Gelegenheit, sich weiter auszutauschen und das eine oder andere Anliegen in direktem Gespräch noch vorzutragen. Nachdem diese Form der Bürgerinformation erneut wieder sehr großen Anklang fand, wird dieser Termin auch zukünftig wieder fester Bestandteil der Bürgerinformation und –beteiligung sein.
 
 
 
Tag der offenen Tür an der GWRS  

 
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Der neue Personalausweis

Wasserhärte

Nach dem neuesten
Prüfbericht des
Eurofins
Institut Jäger GmbH, Tübingen, vom 16.10.2017 beträgt
die Wasserhärte für unser Verbandsgebiet 12,8° dH.

Den kompletten Prüfbericht
können Sie hier einsehen.

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